Arsenbronze? Arsenkupferlegierungen im späten 4. und frühen 3. Jahrtausend v. Chr. in Europa

Der Beitrag widmet sich den Metallobjekten und Kupferlegierungen des 4. und 3. Jahrtausends in Europa. Nach der Verhüttung und Verwendung von Reinkupfer lassen sich in vielen Regionen Europas ab dem 4. Jahrtausend Kupfersorten nachweisen, die einen hohen Anteil an Arsen aufweisen. Seit längerer Zeit wird darüber diskutiert, inwieweit das verwendete Metall Ausdruck bereits bewusst hergestellter Legierungen ist oder ob das Metall die Nutzung polymetallischer Erze anzeiget. Der Vortrag stellt zum einen neue Metallanalysen vor und diskutiert die weitere soziale Aussagekraft der Objekte. Denn mit diesem Phänomen ist auch zunehmender Wandel in den Quellen zu beobachten, indem sich Metallfunde vor allem als Bestandteil funerärer Ausstattungen und Deponierungen zeigen.

Dr. Daniel Neumann
Römisch-Germanische Kommission des DAI
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